Strahlentherapie

Der Dienst für onkologische Strahlen-therapie des Südtiroler Sanitätsbetriebs ist seit dem 01. März 2004 in Betrieb. Die Strahlentherapie, mit vorläufigem Sitz in der Bonvicini Klinik, ist vor allem den Südtiroler Patienten gewidmet.

Telefon: 0471 44 27 70

Der Dienst

Der betriebliche Dienst für Strahlentherapie wurde 2003 dank der Zusammenarbeit zwischen der Bonvicini Klinik und dem Südtiroler Sanitätsbetrieb gegründet. Der Dienst ist in den Tunnels hinter der Klinik untergebracht. Der Dienst begann seine Arbeit mit der Unterstützung der Universitätsklinik Innsbruck unter der Leitung von Prof. Lukas. Heute sind in der Abteilung drei Linearbeschleuniger vorhanden und der Dienst arbeitet in voller Autonomie. Es werden 100% der Südtiroler Patienten bestrahlt.

Das Strahlentherapie Zentrum hatte am Anfang zwei gleichwertigen Elekta Precise Linearbeschleuniger, einen Simulator und einen Computertomograph Aquilon Toshiba (heute Canon). Im Jahr 2014 wurde der Simulator durch einen neuen Linearbeschleuniger ersetzt, somit sind heute 3 Linac Beschleuniger im Einsatz:

  • 1 Linac „Precise“ des Jahres 2003 und 2014 wiederaufbereitet;
  • 1 Linac Synergy des Jahres 2014;
  • 1 Linac Versa HD, des Jahres 2016.

Dank einer ständigen Aktualisierung der Geräte und der Programme ist der Dienst für Strahlentherapie ein Bezugszentrum für die schwedische Firma Elekta und für andere wichtige Lieferanten.

In diesen 16 Jahren Tätigkeit wurden zirka 10.000 Patienten behandelt, mit über 300.000 Bestrahlungssitzungen (Fraktionen). Bei jedem Patienten werden im Durchschnitt 30 Sitzungen durchgeführt, mit einer Gesamtanzahl von zirka 35 Leistungen pro Patient (Erstvisite, CT, Bestrahlungen, Kontrollvisiten, Nachkontrollen = 350.000 Leistungen). Es werden auch immer mehr strahlentherapiebedürftige Patienten in die Bonvicini Klinik stationär aufgenommen.

Kontakte

Telefon: 0471 44 27 70
Fax:
0471 44 27 63
E-Mail: radioterapia@sabes.it

Öffnungszeiten

Montag – Donnerstag: 8.00 – 16.30
Freitag: 8.00 – 15.00

Südtiroler Sanitätsbetrieb

An die Webseite SABES

Therapeutischer Verlauf

Jeder indizierte klinische Fall wird dem Leiter des Dienstes von einem Facharzt (des Krankenhauses oder privat) vorgestellt, oder wird entweder über die wöchentlichen Besprechungen oder durch direkte Vorstellung mit der klinischen Dokumentation zugewiesen. Diese Befunde, ergänzt durch angeforderte oder vom Patienten vorgewiesenen Dokumentation, sind notwendig, um den klinischen Status zu beurteilen.

Der Erstgesprächstermin wird dem Patienten telefonisch mitgeteilt. Während der Erstvisite, nachdem die bürokratischen Formalitäten erledigt sind, werden die strahlentherapeutischen Behandlungen und ihre Dauer festgelegt und gleichzeitig alle Fragen des Patienten, auch über mögliche Nebenwirkungen der Radiotherapie, geklärt.

Nach dem Gespräch wird der Patient einem PlanungsCT unterzogen, deren Bilder über virtuelle Simulation und 3D-Planung am Computer bearbeitet werden, damit Ärzte und Physiker eine personalisierte und präzise Behandlung programmieren können.

Die Bestrahlung erfolgt am Linearbeschleuniger mit MLC (multilamellarer Kollimator) und Systemen zur Kontrolle der Zentrierung (cone beam, portal imaging, Exactrac, Catalyst).

Die täglichen Bestrahlungen werden von Montag bis Freitag durchgeführt. Die Bestrahlung selbst dauert nur wenige Minuten. Die Anzahl der Bestrahlungen hängt von der Therapiekonzept ab, das vom Arzt festgelegt wird. Die erste Bestrahlung erfolgt unter direkter Kontrolle des Arztes, die folgenden werden von den MRTAs durchgeführt.

Die Behandlung erfolgt normalerweise ambulant. Eine stationäre Aufnahme ist nur in bestimmten Fällen indiziert, z.B. bei schlechtem Allgemeinzustand des Patienten oder bei hyperfraktionierter Behandlung (2 Bestrahlungen täglich). Nach Abschluss der Therapie werden die Patienten durch programmierte Kontrollvisiten weiterhin betreut. Nachher übernimmt entweder der Hausarzt oder der Zuweiser die Betreuung des Patienten.